Kurzbeschreibung

Der vorliegende Band befasst sich mit dem dritten Kanonteil der Hebräischen Bibel, den sogenannten Schriften, sowie mit zwei weiteren Texten, die thematisch eng mit dem Sprüchebuch verbunden sind: Jesus Sirach, die griechische Übersetzung einer hebräischen Schrift, und das ursprünglich griechisch verfasste Buch der Weisheit. Mehrere Beiträge gehen den Lebensrealitäten von Frauen in persischer und hellenistischer Zeit nach, ferner wird die israelitische Weisheitstradition mit ihren zahlreichen weiblichen Charakteren beschrieben: Frau Weisheit und die ‚fremde‘ Frau, die Königsmutter und die ‚starke‘ Frau, die ‚gute‘ und die ‚schlechte‘ Ehefrau. Beiträge zu den Psalmen, den Klageliedern und dem Hohelied erschließen weibliche Stimmen und Erfahrungen oder zeigen Verbindungen zwischen Texten und ikonographischen Traditionen auf. Schließlich kommen die Erzählungen über Rut, Ester und Susanna in den Blick, deren weibliche Hauptfiguren in Konfliktsituationen Weisheit und Stärke zeigen und deshalb als Vorbilder an Tugend und Glauben dienen können.

Dr. Christl M. Maier ist Professorin für Altes Testament an der Philipps-Universität Marburg. Dr. Nuria Calduch-Benages ist Professorin für Altes Testament und biblische Anthropologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana Rom.

Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

  • Christl M. Maier – Nuria Calduch-Benages

I. DEN LEBENSREALITÄTEN VON FRAUEN AUF DER SPUR

  • Tamara Cohn Eskenazi Das Leben von Frauen in der nachexilischen Zeit
  • Sara Japhet Frauennamen und Genderperspektiven in der Chronik

II. „GUTE“ UND „SCHLECHTE“ FRAUEN? FRAUENBILDER IN ISRAELS WEISHEITSTRADITION

  • Gerlinde Baumann Die Weisheitsgestalt: Kontexte, Bedeutungen, Theologie
  • Christl M. Maier Gute und schlechte Frauen in Proverbien und Ijob. Die Entstehung kultureller Stereotype
  • Vittoria D'Alario Zwischen Frauenfeindlichkeit und Aufwertung. Blicke auf die Frauen im Buch Kohelet
  • Nuria Calduch-Benages Gute und schlechte Ehefrauen im Buch Jesus Sirach – eine harmlose Unterscheidung?

III. FRAUENSTIMMEN UND WEIBLICHE METAPHERN IN POETISCHEN TEXTEN

  • Silvia Schroer Altorientalische Bilder als Schlüssel zu biblischen Metaphern
  • Donatella Scaiola Weibliche Symbole und Metaphern im Psalter
  • Ulrike Bail On Gendering Laments: Eine genderorientierte Lektüre der Klagepsalmen
  • nancy C. Lee Klagelieder und Gender im kulturellen Kontext der Bibel
  • Gianni Barbiero Schulamit, die „befriedete“ Frau im Hohelied

IV. AMBIVALENTE VORBILDER: FRAUEN IN ERZÄHLENDEN TEXTEN

  • Miren Junkal Guevara Llaguno Rut und Noomi fordern Leben und Erinnerung zurück
  • Susan Niditch Die Interpretation von Ester. Kategorien, Kontexte und kreative Vieldeutigkeit
  • Isabel Gómez-Acebo Susanna: Tugendhaftes Vorbild und weibliche Gegenfigur zu Daniel

Bibliographie

Stellenregister

AutorInnen

SCHRIFTEN

SCHRIFTEN

  • Hrsg. Cristi Maier
  • Nuria Calduch-Benages

Stuttgart 2013

GESAMTHERAUSGEBERINNEN
  • Irmtraud Fischer

    Universität Graz, Österreich

  • Adriana Valerio

    Universität Neapel, Italien

  • Mercedes Navarro Puerto

    Madrid, Spanien

  • Christiana de Groot

    Calvin College, USA

VERLAGE
KUNSTHISTORISCHE BETREUUNG
  • Heidi Hornik

    Baylor University, USA

  • Maria Leticia Sánchez Hernández

    Museos del Patrimonio Nacional, Madrid, E

BETREUUNG FÜR REZEPTION IN DER LITERATUR
  • Magda Motté

    Aachen, D

BERATUNG FÜR JÜDISCHE AUSLEGUNGSGESCHICHTE
  • Adele Berlin

    University of Maryland, USA